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MOVO11, Schlieren

Neubau einer Wohn- und Geschäftsüberbauung

Beschrieb des Architekten

Ensemble
Das Ensemble besteht aus drei verschiedenen Bauten: Sony, ein Drittnutzer sowie Wohnungen. In ihrem individuellen architektonischen Ausdruck spiegeln die Gebäude ihre spezifischen Nutzungen wider. Der Innenhof ist öffentlich, er dient als urbaner Rückzugsort und Veranstaltungsraum, als ruhiger Stadtraum und attraktive Erschliessungsfläche für die umliegenden Überbauungen. Die einzelnen Volumina sind in ihrer plastischen Ausarbeitung aufeinander abgestimmt.

Sony
Entlang der Bahngeleise gesetzt, funktioniert dieses Volumen als Lärmschutz für den Hof. Das Dach über dem flachen Gebäudeteil schafft eine Terrasse mit hoher Aufenthaltsqualität und kann für Events genutzt werden. Der hohe Gebäudeteil hat die Funktion eines von weit her sichtbaren Brückenkopfes. Die Fassade ist raumhoch mit einem weiss bedruckten Glas versehen. Die Bedruckung ist fein perforiert, die Durchsicht von innen ist dadurch gegeben. Dieser Sonnen- und Einsichtschutz ist unempfindlich gegenüber den Verschmutzungen seitens des Bahnareals.

Drittnutzer
Entlang der bestehenden Brückenrampe spannt sich das Volumen des Drittnutzers auf. Auf der Nordseite schliesst ein kopfartiger Abschluss das Ensemble harmonisch ab. Das Erdgeschoss ist auf der ganzen Westseite durch eine Auskragung wettergeschützt und schafft einen öffentlichen Eingangsbereich mit hoher Qualität.

Wohnungen
Lärmgeschützt auf der Ostseite des Areals befindet sich das Wohngebäude. Der Eingangsbereich liegt grosszügig überdacht auf der Hofseite. Sämtliche Wohnungen weisen eine optimale Ost-West-Orientierung auf.

Parkierung
Unter dem gesamten Areal ist eine eingeschossige Einstellhalle für die Fahrzeuge der Nutzer sowie für 50 Park&Ride-Parkplätze angeordet. Die Zufahrt befindet sich konzentriert in der Nordostecke.

Energie
Das Ziel ist ein einfaches und nachhaltiges System, das mit einem minimalen Energiebedarf auskommt, damit die Investitions- und Betriebskosten auf einem optimalen, tiefen Niveau gehalten werden können. Wir sehen vor, die Energieversorgung so auszulegen, dass die anfallende Abwärme mittels Sorptionstechnik für die Herstellung von Kühlenergie verwendet wird. Dadurch wird der Energiebedarf auf einem tiefen Niveau gehalten, speziell die Verbrennung fossiler Energieträger reduziert sich auf ein Minimum. Das gesamte System wird mit den Wärmeträgern Wasser und Luft betrieben, ist dadurch sehr ökologisch und im Betrieb unterhaltsarm.

Bauherr

Gebäudeversicherung des Kantons Zürich

Totalunternehmer

Bevelopment AG

Architekt

steigerconcept ag

Unternehmer

Feldmann Bau AG, Bilten

Bauzeit

2009-2011

Bausumme

ca. Fr. 45 Mio.

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